Sex mit Facebookfreunden
Bangwithfriends im Selbstversuch

Erst knapp eine Woche online, verbreitet sich die App Bangwithfriends zur effektiven Zusammenführung von Sexualpartnern mit hoher Geschwindigkeit unter den Facebook-Usern. Wir probieren aus, was Sache ist.

Keine heimlichen Schwärmereien mehr: Bangwithfriends.

Eine Killerapplikation: Anonymisiert auf Facebook entscheiden, mit welchen Freunden man Sex haben will. Ein erfolgreiches Datenmatching lüftet den Schleier der Anonymität und führt die beiden Willigen per Mail zusammen. Weltweit registrieren sich angeblich pro Minute fünf neue User. Vielleicht ist auch in Deutschland bald eine kritische Masse erreicht.

Was ist also zu tun?

Anwendung Bangwithfriends auf Facebook aktivieren. Entscheiden, ob die männlichen oder weiblichen Freunde zur Auswahl stehen sollen. Für alle Wanderer zwischen den Welten: Ein Switch zwischen den Geschlechtern ist jederzeit möglich. Dann scharf überlegen: Mit welchen Freundinnen und/oder Freunden möchte ich Sex haben?

Mit der saftigen Aufforderung “Skip the chatting, and get to smacking those cheeks! Which of your friends do you want to bang?” lassen sich eine oder mehrere Person klicken. Der Button “Down to Bang” verwandelt sich sofort zu “Awaiting Bang”.

Nun heißt es warten. Hat die andere Person auf einen Lust und ebenfalls den Button geklickt, blinkt plötzlich ein neues Mail im Postfach:

Hey there, sexy! You’ve got a bangin’ match! Your friend Maxi Mustermann wants to bump uglies with you! Send a message from Facebook now and get some from your new friend with benefits :)

Darunter eine kleine Sponsorzeile: This fuck is brought to you by www.bangwithfriends.com. Einfach und effektiv. An dieser Stelle endet die weitere Berichterstattung über den Selbstversuch, der nun die digitale Welt verlässt.

Explizite Anleitung zu Bangwithfriends: Stay safe!

Sogar die Politik nimmt von Bangwithfriends Notiz. Die bayerische Justizministerin lässt per Nachrichtenmagazin “Focus” mitteilen, dass damit “ein soziales Netzwerk als Sexbörse unterster Schublade missbraucht wird.” Nun ja, so weckt sie wohl noch mehr Neugierde und bestärkt die Entwickler – drei anonyme Collegejungs in Kalifornien – in ihrer Motivation:

Wir glauben, dass Sex zu sehr tabuisiert wird und die Leute ehrlicher und offener damit umgehen sollten. Wir bieten einen einfachen Zugang, ohne die Gefahr zurückgewiesen zu werden. Unser Ziel ist es, potenziellen Paaren Freude zu bringen. (Quelle).

Also alles ganz ehrenhaft. Ein paar Fragen sollte man sich dennoch vorab stellen: Sehen alle meine Freunde, dass ich diese App verwende und sie aber nicht als potenzielle Sexpartner anklicke? Eventuelle Entfreundungen auf Facebook liefern die Antwort. Was passiert mit denen, deren Status “In einer Beziehung” lautet? Kurzfristige Änderungen auf “Es ist kompliziert” bringen auch darauf sicher eine Antwort.

Wer zum Team bangwithfriends.com dazustoßen möchte, kann sich auch bewerben. Zum Beispiel als “Growth Hacker“, dem neuen Hybridjob zwischen Marketeer und Programmierer. Gibt wohl einiges zu tun in nächster Zeit.

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  • Ade

    Ich weiu00df ja nicht so recht…irgendwie der nu00e4chste konsequente Schritt (auch wenn ich annehme, dass die Meisten “Awaiting Bang”-er Kerle sein werden)nnIrgendwie soll halt alles immer schneller und direkter auf den Punkt gebracht werden. Keine Zeitvergeudung mit vermeintlich u00dcberflu00fcssigem.nnDu willst, ich will…perfekt. Kein unnu00f6tiges Flirten, keine Ku00f6rbe, keine u00dcberwindung zum Ansprechen und u00fcberhaupt, wie eigentlich ansprechen?nnKlick, Klick -> F****nnDas ku00f6nnte echt der Renner in der nu00e4chsten Generation der 12 bis 18ju00e4hrigen werden und bringt fu00fcr die Unternehmen ganz neue Informationen u00fcber ihre User zutage.nBugs ku00f6nnten bei so einer App natu00fcrlich auch interessant werden.

  • Constance Chatterley

    Klick-Klick-F**** hat bei mir funktioniert. War u00fcbrigens eine gelungene u00dcberraschung ;)nWeiu00df jetzt nur nicht, wer sonst noch alles sehen konnte, dass ich diese App nutze.

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