|
TV-Kolumne Nilz zappt (57)
von Nilz Bokelberg am 5. Februar 2013
Zwei TV-Ereignisse hatten die letzte Woche fest im Griff, liebe Zuschauer. Das unangenehme zuerst: Schauspielerin Katrin Sass dreht frei. Katrin Sass sass bei Markus Lanz in illustrer Runde mit Karl Dall, Dschungelkönig Peer, dem Ersten und weiteren, nicht in Erinnerung gebliebenen Menschen. Und da hat sie sich mal richtig Luft gemacht, mal so richtig empört. Die Sexismus Debatte nervt sie, man solle sich doch einfach wehren. Aber noch schlimmer für sie, quasi die größte, persönliche Beleidigung die diese Mimin hierzulande ertragen muss, ist die Grimme Preis Nominierung des Dschungelcamps. Und weil gerade sonst niemand zugegen war, hat halt Peer, als Vertreter der Sendung, ihren ganzen Hass abbekommen. Was oberflächlich ein Rant gegen den Dschungel war, gegen, aus hochkultureller Sicht, schlechtes Fernsehen, war in Wirklichkeit die Entblößung einer Frau, die man wohl nur als schlechten, hasszerfressenen Mensch bezeichnen kann. Die Boshaftigkeit, der unterirdische Spott und Hohn, mit dem sie Peer übergoss, die Wut und der Hass und das Nachäffen, des von ihr so verachteten Jünglings, ließen nur diesen Schluss zu. Hier ist jemand, der sich nicht zu benehmen weiß. Alle verständliche Wut zum Trotz, das war unter aller Sau. Wenn man Kommunikation so aufgibt, dann hat man schon verloren. Oder wie es so schön heisst: Wer immer am lautesten schreit, hat am wenigsten Recht. Ich war auf jeden Fall sehr entsetzt und froh, als die Sendung endlich vorbei war. Kommen wir zum erfreulichen Event, das auch viel größer und wichtiger und aufregender war: Die goldene Kamera! Haha, verarscht. Natürlich nicht. Das war eine deutsche Preisverleihung wie nunmal alle deutschen Preisverleihungen und das konnte ich mir einfach nicht ansehen. Aber Sonntag Abend! Superbowl!
Dann ging das Spiel wieder los, ein paar Minuten und dann: Stromausfall! Kein Stadionlicht mehr, kein Weiterspielen mehr. 36 Minuten hat es gedauert, bis die Leitungen wieder genug Strom liefern konnten. Und dann wurde weitergespielt. Die weit im Rückstand liegenden 49ers schienen das Spiel sogar noch zu drehen! Herzschlagfinale, bis….ich einschlief. Bei aller Liebe. Irgendwann ist auch mal gut. Um 4 Uhr hab ich die Augen zugemacht. Ich muss mir meine Energien einteilen. Schließlich stehen die Oscars vor der Tür!
Ähnliche Artikel Ach, das erste Moped! Jan Joswig kramt diesmal in den Rappelkisten-Erinnerungen von Menschen.… Kaum schreibt Frédéric Valin keinen Netzaufreger mehr, regt er sich auf. Diesmal über die… Borussia Dortmund hatte ein großes letztes Ziel in dieser Bundesliga-Saison: Die TSG Hoffenheim… Cascada for last! Nilz Bokelberg erhofft sich für Deutschland eine pädagogisch wertvolle… Martin Freund begibt sich auf die Spuren von King Henry VIII. und seiner Vielweiberei. Mit dabei… Kannst du bitte mal nach dem Rechten sehen? Das schaffst du doch mit links! Frédéric Valin… Ähnliche Galerien Keine passenden Galerien gefunden
Schlagwörter
Andreas Bock
Architektur
ARD
Beetlebum
Berlin
Blu-ray
BMW
Bundesliga
DVD
EM 2012
Euro 2012
FC Bayern München
Fernsehen
Film
Frédéric Valin
Fußball
HipHop
Hollywood
Internet
Interview
Jan Joswig
Johannes Kretzschmar
Kino
Kolumne
Komödie
Konzept
Kritik
Literatur
Markus Lanz
Michael Fassbender
Motorrad
Musik
Nilz Bokelberg
Oscars
Pop
Rezension
Rock
Songwriter
Sport
Thomas Gottschalk
Thriller
Trailer
TV
Yamaha
ZDF
|